Hämorrhoiden
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Wussten Sie schon, dass jeder Mensch Hämorrhoiden hat? Wenn nicht, dann sollten Sie hier unbedingt weiterlesen. Aber auch ansonsten werden Sie hier einige wichtige Informationen finden, die Sie vielleicht noch nicht kennen.
Was in der Umgangssprache unter Hämorrhoiden bezeichnet wird, ist eigentlich ein Hämorrhoidal-Leiden, an dem jeder 2. Deutsche über 50 Jahren leidet. Jeder Mensch hat drei sogenannte Gefäßpolster, sind diese vergrößert, führen Sie zu dieser ungefährlichen, jedoch äußert lästigen und einschränkenden Erkrankung.
Das Hämorrhoidal-Leiden ist ein typisches Problem der westlichen Gesellschaf: In den Entwicklungs- und Schwellenländern werden Sie dieses kaum vorfinden. Dort bewegen sich die Menschen bei ihrer Arbeit, aber auch privat viel mehr und sitzen nicht, wie wir in unserer Gesellschaft, viele Stunden am Tag auf Schreibtisch- oder anderen mehr oder weniger unbequemen Stühlen.
Zu den typischen Symptomen eines Hämorrhoidal-Leidens gehören Blutungen beim Stuhlgang (sichtbar zum Beispiel am Toilettenpapier), ein Druckgefühl im Afterbereich, Juckreiz sowie Hautausschlag in Form eines Ekzems oder einer Dermatitis. Im weiter fortgeschrittenen Stadium kann es zu Störungen beim Stuhlgang, der sogenannten Stuhl-Kontinenz, kommen. Dies beinhaltet, dass der Stuhlgang sowie die Darmwinde nicht kontrolliert werden können.
Was die Ursachen für erkrankte Hämorrhoiden sind, ist nicht sicher geklärt. Es wird angenommen, dass ballaststoffarme Kost, langes Sitzen, der aufrechte Gang, eine Bindegewebsschwäche sowie starkes Pressen beim Stuhlgang dieses Leiden auslösen können.
Bei den über Fünfzigjährigen sind ca. 50 Prozent vom Hämorrhoidal-Leiden betroffen. Aber auch schon wesentlich jüngere Personen können unter diesem sehr unangenehmen Problem leiden. Auch während der Schwangerschaft können Hämorrhoiden entstehen, die für die Schwangeren sehr unangenehm sind. Deshalb sollte nach der Schwangerschaft auf alle Fälle die Rückbildungs- und Beckengymnastik, die von allen Krankenkassen bezahlt wird, durchgeführt werden. Kurse bieten Volkshochschulen, Familienbildungsstätten sowie die Hebammen der Kranken- und Geburtshäuser an.
Allgemein kann gesagt werden, dass insgesamt mehr Männer als Frauen von dem Hämorrhoidal-Leiden betroffen sind.
Die Krankheit wird in vier Stadien eingeteilt. Bei den Hämorrhoiden ersten Grades treten keine Beschwerden auf, sie sind auch nicht sichtbar. Bei denen des zweiten Grades fällt auf, dass diese beim Pressen nach außen treten. Sie ziehen sich später aber allein zurück. Leider können sich diese nicht mehr zurückbilden. Bei den Hämorrhoiden dritten Grades kann es zu einer Blutung und einer Einklemmung kommen. Sie ziehen sich nach dem Stuhlgang nicht mehr zurück. Ein Hineinschieben ist in der Regel aber noch möglich. Bei denen vierten Grades ist das Hineinschieben nicht mehr möglich. Es ist ein Analprolaps entstanden, der operativ behandelt werden muss.
Genauere Informationen sollten Sie sich bei Ihrem Hausarzt einholen, der bei seinen Ausführungen auch speziell Ihr Problem in Betracht ziehen kann.


